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Australien als Reiseziel im ferienreiseblog.de

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In Australien die Kulturstätten der Aborigines erkunden

Die ältesten Stämme der Aborigines besiedelten vor 60.000 Jahren den australischen Kontinent. Sie sind das älteste Volk außerhalb Afrikas und zogen von dort nach Australien, als die heutigen Europäer noch Afrika für ihre Heimat hielten. Das älteste Volk der Welt blickt auf eine Jahrtausend alte Kultur zurück, die seine Stämme bis zum Einzug der Europäer ungestört leben konnten. Gemeinsam mit der Regierung versuchen die Aborigines, ihre Kultur zu pflegen und zu bewahren. Wer als Tourist auf den roten Kontinent reist, sollte sich die Kulturstätten der Aborigines nicht entgehen lassen.

Aborigines zwischen tropischen Regenwälder und dem Kakadu Nationalpark

Rund um Cairns liegen die letzten Regenwälder Australiens, wo nur noch wenige Nachkommen der Ureinwohner leben. Sie haben den Kakadu Nationalpark geprägt, das wichtigste Feuchtgebiet des Landes. Hier entdecken Forscher noch immer neue Insekten- und Pflanzenarten. Besucher erfahren alles Wissenswerte über die sechs Jahreszeiten der Aborigines und können sich im Bumerangwerfen üben. Auf bunten Märkten können die kulinarischen Höhepunkte der australischen Küche probiert werden.

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Im Norden lohnen sich Ausflüge zur Nourlangie und in die Katherine Schlucht. Die Felsen der Nourlangie beeindrucken Touristen mit historischen Gemälden, darunter die berühmten Röntgenmenschen. Auch an den ockerfarbenen Sandsteinwänden des spektakulären Naturschauspiels der Katherine Schlucht wurden Felsmalereien gefunden. Sehenswert sind die bis zu vier Meter hohen Teufelsmurmeln von Karlu Karlu. In der Mythologie der Ureinwohner gelten sie als Eier der Regenbogenschlange Wanambi. Wer sich für die Traumzeit, die Mythologie der Aborigines, interessiert, fährt von hier in die rote Mitte Australiens.

Tourismus und Kultur in der roten Mitte Australiens

Der Uluru, der kein Monolith ist, sondern ein Gebirgsgipfel, gehört zu den Wahrzeichen Australiens. Er ist der heilige Berg der Aborigines und als dieser eine der wichtigsten Stätten ihrer Legenden und Kultur. Die Besichtigung des Uluru unterliegt aus Rücksicht auf die Religion der einheimischen Anangu gewissen Auflagen, beispielsweise kann der Uluru von den Aborigines kurzzeitig geschlossen werden. Die Ureinwohner bitten Touristen, mit einem Reiseführer des Stammes den Uluru zu erkunden. Denn dieser bringt ein großes Wissen zur Geschichte des Berges mit und kann sie mit den Legenden der Traumzeit verbinden.

Wer sich für die künstlerischen Akzente interessiert, die das älteste Volk Australiens setzte, besucht Alice Springs. Die Museen und Ausstellungen der Stadt zeigen antike und moderne Kunstwerke des Volks der Arrernte. Einige Gemälde und Statuen können bei den Ureinwohnern als Souvenirs erworben werden. Im weiten Desert ist die spirituelle Bedeutung der Traumzeit spürbar. Am Rande der Wüste können Besucher aus aller Welt die Tänze und das Handwerk der Ureinwohner kennenlernen. Wer lieber passiv bleibt, kann sich am Lagerfeuer die jahrtausendealten Legenden erzählen lassen. Die hier lebenden Aborigines sind ein sehr gastfreundlicher Stamm, der seinen Besuchern gerne von den für Westeuropäer befremdlichen Köstlichkeiten anbietet …

Der Uluru – heiliger Berg der Aborigines

Der Uluru, der inoffiziell unter dem Namen Ayers Rock bekannt ist, ist das natürliche Wahrzeichen Australiens. Seine Entstehung interessiert Geologen, seine Erscheinung beeindruckt Touristen und die Legenden der Ureinwohner begründen seine Stellung als heiligen Berg. Ein Besuch des Uluru ist auf jeder Rundreise durch das „Land der Mythen und Legenden“ Pflicht.

Ayers Rock

Ayers Rock

Die Aborigines und ihr heiliger Berg

Die Anagu, der lokale Aborigine-Stamm, verehren den Uluru als heilig. Ihm wird in den Traumzeit-Erzählungen große Bedeutung verliehen. Diese Mythologie, in der Sprache der australischen Ureinwohner alcheringa genannt, erzählt von der immer währenden Schöpfung der Welt. Sie begründet die ungeschriebenen Regeln und Gesetze, nach denen die Aborigines leben. Eine Legende dieser Schöpfungsgeschichte erzählt von Kämpfen zweier Stämme am Uluru und erklärt die Unregelmäßigkeiten und Felszeichnungen am heiligen Berg als Erinnerungen an die Toten.

Der Nationalpark gehört laut 1976 unterzeichnetem Aboriginal Land Rights Act den Anagu und wurde für 99 Jahre an den Australian Parks und Wildlife Service verpachtet. Wanderer und Touristen werden von den Anagu betreut und in Besucherzentren informiert. Aus kulturellen Gründen können die Aborigines eine kurzzeitige Schließung der Wanderwege und Regeln für die Besichtigung erlassen. So sind einige Stellen im Nationalpark Touristen nicht zugänglich und andere dürfen unter Androhung hoher Geldstrafen nicht fotografiert werden.

Fakten und Daten zum Uluru – einem Wahrzeichen Australiens

1873 entdeckte William Gosse den Berg und benannte ihn nach dem südaustralischen Premierminister Henry Ayers. Erst seit 1993 wird der Name Uluru offiziell von der australischen Regierung verwendet. In den Folgejahren wurde das Massiv erforscht. Der Uluru, ein Gipfel einer unterirdischen Gesteinsschicht, ist drei Kilometer lang, zwei Kilometer breit und misst neun Kilometer Umfang. An seiner höchsten Stelle ragt der Uluru 348 m aus der Dünenlandschaft heraus. Der Berg besteht aus rot verwittertem Sandstein. Seine komplexe geologische Entstehungsgeschichte wird auf Schautafeln erklärt.

Touristische Informationen – Anreise und Wanderungen

Der Uluru liegt im Uluru-Kata-Tjura-Nationalpark im Northern Territory und ist nur über den Lasseter-Highway oder mit einem Flugzeug über Yulara erreichbar. Um den Uluru, die wunderschönen Sonnenuntergänge und die Kultur der Anagu ausführlich erleben zu können, empfehlen Experten eine dreitägige Reise in den Nationalpark. Übernachtungen in einem der zahlreichen Hotels oder Campingplätze bei Yuluru können kurzfristig gebucht werden. Die Dreitageskarte kostet 25 Australische Dollar (Stand 2013) und beinhaltet den Besuch des Schwesterbergs Kata Tjura.

Wanderfreunde können sich am Uluru auf bis zu elf Kilometer lange Wanderstrecken und einen Rundweg freuen. Interessierte können geführte Wanderungen mit den Anagus buchen, die Wanderung ist aber auch auf eigene Faust möglich. Bei der Planung sollte die australische Hitze eingeplant werden, für ausreichend Wasser müssen Touristen selbst sorgen. Wer den Uluru besucht oder besteigt, sollte sich dessen Bedeutung als heiliger Berg der Anagu bewusst sein und die aufgestellten Regeln und Verbote respektieren.

Wetter in Australien

Das Wetter in Australien ist von verschiedenen Klimazonen geprägt. Wer gern die einzelnen Jahreszeiten erlebt, muss in den Süden des Landes. Außerdem sind die Jahreszeiten im Rest des Landes nicht konkret voneinander abzugrenzen. Auch finden die Jahreszeiten in einer für die nördliche Halbkugel ungewöhnlichen Reihenfolge statt.

Frühling – September bis November
Sommer – Dezember bis Februar
Herbst – März bis Mai
Winter – Juni bis August

Die vier unterschiedlichen Klimazonen Australiens

Norden:

Der Norden Australiens liegt in einer Tropenzone, in der es Regen- und Trockenzeiten gibt. Die Regenzeit von November bis April ist von monsunartigen Niederschlägen und Wirbelstürmen geprägt. Überschwemmungen sind in dieser Zeit recht häufig. Der Winter ist von warmen Temperaturen gekennzeichnet und ansonsten herrschen feuchtheiße Temperaturen vor. Beste Reisezeit ist während der Trockenzeit von April bis November.

West- und Ostküste:

Die subtropische Zone an der West- und Ostküste Australiens ist gemäßigt und es fallen weniger Niederschläge. Im Sommer erreichen die Temperaturen 20 bis 30 Grad Celsius und selbst im Winter fallen sie kaum unter 20 Grad. Durch die ganzjährigen fast gleichbleibenden Temperaturen kann diese Region immer bereist werden.

Süden:

Im Süden des Landes ist eine gemäßigte Klimazone vorzufinden. Vergleichbar mit dem mediterranen Klima sind die Temperaturen hier im Vergleich zum Rest des Landes sehr angenehm. Der Sommer ist warm bis heiß und der Winter erreicht milde Temperaturen. Im Sommer fallen kaum Niederschläge und im Winter kann es öfter regnen. Ideale Reisezeit für den Süden des Landes ist von Oktober bis März. Von April bis September sind die Tagestemperaturen eher kühl und es herrscht immer Wind. Außerdem sinken die Temperaturen in dieser Zeit nachts bis zum Gefrierpunkt.

Outback – Zentralaustralien:

In Zentralaustralien fallen kaum Niederschläge. Sollte es doch zu Regenfällen kommen, sind diese kurz und sehr stark. Der Sommer ist tagsüber sehr heiß und in der Nacht wird es kühler. Während des Winters sind die Tagestemperaturen angenehm warm und nicht zu heiß, wobei die Temperaturen nachts unter den Gefrierpunkt fallen können. Wer im Outback urlauben möchte, sollte sich dafür den Winter aussuchen. Von April bis Oktober sind die Tagestemperaturen recht angenehm und nicht so heiß wie im Sommer.

Checkliste: Reisevorbereitungen Australien

  • Für eine Einreise in Australien sind ein noch mindestens 6 Monate gültiger Reisepass und ein Einreisevisum notwendig.
  • Die Einfuhr von Blumen und Saaten aller Art, sowie Felle und Häute sind verboten.
  • Die Steckdosen in Australien sind dreipolig, daher ist ein Adapter für elektrische Geräte notwendig.
  • Impfungen sind nicht vorgeschrieben.

Tipps für den Aufenthalt in Australien

  • Durch die intensive Sonnenstrahlung ist eine Kopfbedeckung ratsam. Außerdem sollte nicht auf Sonnenschutzmittel verzichtet werden.
  • Wanderungen im Outback verlangen festes Schuhwerk.
  • Strandurlauber sollten Badeschuhe tragen, da es durch Korallen, Muscheln oder Seeigeln zu Verletzungen kommen kann.
  • In Australien herrscht Linksverkehr
  • Trinkgelder werden in Australien nicht erwartet, sind aber trotzdem bei gutem Service anerkennend zu zahlen. Richtwert sind dabei etwa 10 Prozent.


In Australien mit einem Visum leben und arbeiten

Australien, der „rote Planet“, ist eines der beliebtesten Reiseziele der Welt. Weite Flächen und Kängurus sind nur zwei der einmaligen Erlebnisse und landschaftlichen Eigenarten des Landes. Einzigartige kulturelle Besonderheiten prägen das Leben und Denken der australischen Bevölkerung. Besonders junge Leute zieht es immer stärker nicht nur zum Arbeiten nach Australien.

Visum für Australien

Ein Australien Visum benötigt jeder, der nicht australischer oder neuseeländischer Bürger ist. Gültig ist dieses Visum dann für ein Jahr und der Besitzer des Visums darf in diesem Zeitraum unbegrenzt oft einreisen. Die maximale Aufenthaltsdauer am Stück darf aber nicht einen Zeitraum von 3 Monaten übersteigen.

Neben dem Australien Visum gibt es seit dem Jahr 2000 noch das Working Holiday Visum. Dies wird auch das Work and Travel Australien Visum genannt. Das Visum bedeutet, dass der Besitzer sich ab der Einreise ein Jahr in Australien aufhalten darf. Es ist ein Arbeitsvisum und der Antragsteller darf nicht älter als 30 Jahre alt sein. Des Weiteren kann mit dem Work and Travel Australien Visum jegliche verfügbare Arbeit angenommen werden, wobei die Arbeitsdauer bei einem Arbeitgeber nicht länger als 6 Monate betragen darf. Grundsätzlich soll ein Australien Visum ausländischen Interessenten ermöglichen, das Land, die Leute und die Kultur Australiens kennenzulernen. Studenten dürfen mit dem Visum bis zu 4 Monate in Australien studieren.

Um eine rechtzeitige Antwort auf den Antrag sicherzustellen, sollte dieser mindestens 4 Wochen vor dem geplanten Reiseantritt eingereicht werden.
Der Antrag an sich kann bequem online ausgefüllt und abgeschickt werden. Außerdem ist es möglich, den Antrag auch direkt bei der australischen Botschaft abzugeben. In den meisten Fällen erfolgt die Antwort innerhalb von maximal 5 Tagen. Die Beantragung des Work and Travel Australien Visums kostet umgerechnet ca. 225 Euro.

Checkliste für Visum Australien und Einreise

  • die Altersgrenze zur Antragsstellung beträgt 18 bis 30 Jahre
  • Der Antragsteller muss Staatsbürger eines der Länder sein, welche an dem Visa-Programm teilnehmen (Deutschland gehört dazu).
  • Der Antragsteller muss nachweislich über einen festen Wohnort in seinem Heimatland verfügen.
  • ein gültiger Reisepass, welcher zum Zeitpunkt der Antragstellung noch mind. 6 Monate gültig sein muss
  • Der Urlaub und das Kennenlernen des Landes muss im Mittelpunkt stehen, nicht das Arbeiten.
  • Bei der Einreise muss der Besitzer des Visums über einen Geldbetrag von 5.000 australischen Dollar verfügen (bestätigter Kontoauszug).
  • Es dürfen keine Eintragungen in einem Vorstrafenregister vorliegen.
  • auch darf kein Landesverweis bestehen
  • Auslandskrankenversicherung abschließen

Drei Wochen Rundreise in Australien

Aufgrund der Größe des Landes will eine Rundreise in Australien gut geplant werden. Urlauber sollten sich fragen, was sie erleben wollen und anhand der eigenen Schwerpunkte eine individuelle Tour über den Kontinent planen. Da aber nicht jeder gerne organisiert und plant, wird hier ein Vorschlag für eine dreiwöchige Reise ab Sydney gemacht. Beginnend in der Metropole startet die Rundreise durch Australien es entlang der Küste nach Melbourne, weiter an den Uluru und zurück zu letzten, erholsamen Tagen in der größten Stadt Australiens.

Flug nach Sydney und Sightseeing in der Metropole

Der Flug nach Sydney dauert circa 21 Stunden. Direktflüge sind nicht möglich, sodass ein Stopover in Asien eingeplant werden muss. Aus Deutschland sollte der erste Mietwagen ab Flughafen Sydney gebucht werden. Denn der öffentliche Nahverkehr der Stadt ist unzureichend ausgebaut. Um die Stadt zu erkunden, werden auf dieser Reise zwei Tage nach der Ankunft und zwei Tage vor dem Heimflug eingeplant.

Zum Sightseeing in der australischen Metropole gehören ein Spaziergang über die Harbour Bridge, die Besichtigung des weltberühmten Opernhauses und ein Besuch am herrlichen Strand von Manly. Wer sich die Zeit für einen Trip in die Blue Mountains nimmt, wird mit einer spektakulären Landschaft und fantastischen Aussichten über die Eukalyptuswälder belohnt. Der historische Stadtteil „The Rocks“ ist ebenso sehenswert wie die moderne Innenstadt.

An der Küste nach Melbourne und zum Uluru

Jetzt wechseln Australien-Kenner von einem Mietwagen auf das Wohnmobil, so kann die Rundreise in Australien über Melbourne flexibel gestaltet werden. Die reine Fahrzeit beträgt auf dem Coastal Drive elf Stunden. Aber Abstecher nach Eden, zu den Conservation Centre Cows und zum Biosphärenreservat Croajingolong sind ein Muss. Die Reise sollte fünf bis sieben Tage dauern. In Melbourne verbringen Kulturliebhaber und Modebewusste drei bis vier Tage. Hier empfiehlt sich der Besuch der Brunswick Street und des Federation Square und individueller Highlights.

Von Melbourne geht es mit dem Flugzeug nach Yulara, wo wieder ein Mietwagen warten sollte. Übernachtet wird in einem der Hotels der Touristenstadt oder im Zelt auf den Campingplätzen des Nationalparks. Für den ausgiebigen Besuch des Uluru-Kata-Tjuta-Nationalpark mit Wanderungen werden mindestens vier Tage benötigt. Wer sich für die Kultur der Aborigines interessiert, fährt mit dem Mietwagen nach Alice Springs und besichtigt die interessanten Museen. Von hier geht es mit dem Flugzeug zurück nach Sydney.

Abschied von der Rundreise in Australien

Am Ende der Rundreise sollte der entspannende Aufenthalt in einem der Hotels in Sydney stehen. Wer auf seiner Tour nicht in den Genuss kam, Kängurus und Koalas zu sehen, besucht den Zoo. Hier warten die Beuteltiere und zahlreiche andere Tiere darauf, die erstaunliche Fauna des Kontinents zu präsentieren. Dann heißt es Abschied nehmen. Aber nicht für immer, denn wer einmal die vielseitige Welt der Aborigines besucht hat, verliert sein Herz an den Kontinent …